Astrofotografie, Landschaft, Projekt: Sternenpark Westhavelland, Westhavelland

22. November: Aus Fehlern gelernt

StartrailsNachdem ich beim letzten Mal aufgrund von fotografischen Schusselfehlern mit deutlich weniger brauchbarem Material nach Hause gekommen bin als gedacht, gab mir der Wettergott am darauffolgenden Mittwoch noch die Chance, es wieder besser zu machen…Gesagt, getan: Zu dieser Jahreszeit ist es unter der Woche bereits zum normalen Feierabend dunkel, sodass ich auch gleich starten konnte. Das kann zum Einen gut sein, zum Anderen aber auch schlecht, wenn man den Sonnenuntergang bzw. die blaue Stunde gerne fotografisch festhalten würde. Und dass ich komplett im Dunklen in den Sternenpark aufgebrochen bin, gab es auch erst ein einziges Mal.
Dort angekommen, empfing mich ein dunkler und dermaßen klarer Sternenhimmel, dass ich kurz vergaß, die Kamera einzurichten und zunächst den Anblick genossen hatte. Das sollte man ohnehin auch öfter tun…

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Die folgenden kursiven Absätze sind direkt live unterm Sternenhimmel entstanden. Vielleicht kommt so die Stimmung noch etwas besser rüber als sonst… 😉

Es ist kurz vor 20:30 Uhr, ich sitze gerade im Auto und schreibe bei einem warmen Tee und vorweihnachtlichem Gebäck diese Zeilen. Draußen ist es komplett still. So still, dass ich sogar mein Herz klopfen hören kann. Die Stille wird lediglich zeitweise durch das Schnattern entfernter Wildgänse, das Bellen eines Fuchses oder durch das regelmäßige Auslösen meiner Kamera gestört. Die Kamera macht gerade den ersten Zeitraffer und müsste auch gleich damit fertig sein. Dann wird umgebaut und eine andere Location gesucht. Es ist wirklich super klar und dunkel heute und es weht auch eine leichte Brise, sodass sich Luftfeuchtigekit nicht in der Luft halten kann und Nebel bildet sich heute auch nicht. Im Gegensatz zum letzten Mal. Aufgrund des leichten Windes liegt die gefühlte Temperatur auch deutlich unter der tatsächlichen. Lange ohne Handschuhe kann man es nicht aushalten. Positiver Nebeneffekt: Kamera und Objektiv beschlagen kaum oder gar nicht. Damit hatte ich ja auch beim letzten Mal zu kämpfen. Nun gut, dann werde ich mal schauen, wie weit die Kamera mit der Aufnahmeserie inzwischen ist…

Ich musste dann doch noch länger auf die Kamera warten. Habe mich da wohl in der Zeit verschätzt gehabt. Zwischenzeitlich hab ich dafür einen kleinen Spaziergang im Umkreis von einigen 100 Metern gemacht. Mit einer schönen Entspannungsmusik dabei im Ohr war das einfach nur großartig über die weiten Felder und Wiesen zu laufen und dabei ungezwungen neue Inspiration unter diesem dunklen Sternenhimmel zu sammeln. Diese Ideen habe ich dann auch teilweise noch umgesetzt, nachdem die Kamera mit dem Zeitraffer fertig war. Die restlichen Ideen sind für die nächsten Male…

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Aber irgendwie verfliegt die Zeit dabei ungeheuer schnell. Mittlerweile ist es schon kurz vor 23 Uhr und die Kamera macht inzwischen die zweite Serienaufnahme, woraus später ein Startrail werden soll. Aber in gut einer halben Stunde sollte sie damit auch durch sein. Mal gucken, ob ich dann noch eine Serie starte…

Zu dieser Serie ist es dann nicht mehr gekommen. Einzig weil solche Serien viel zeitlichen Aufwand bedeuten. Und da ich dieses Mal das Teleskop nicht mitgenommen hatte, fehlte etwas die Ablenkung während die Kamera beschäftigt ist.
Trotzdem hatte sich die Fahrt wieder gelohnt und ich konnte zumindest Aufnahmen machen, die ich beim letzten Mal aufgrund von Fehlern versäumt hatte.

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3 Gedanken zu „22. November: Aus Fehlern gelernt“

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